La Posada (Winslow, AZ)

Eine halbe Stunde östlich von Flagstaff, an der I-40, die hier auf der alten historischen Route 66 verläuft, und entlang der Santa Fee Bahnlinie, liegt Winslow. Ein Kaff, aber immerhin mit Gas Stations und Safeway und ein paar Restaurants und Bars. Und dem Hotel „La Posada“ (http://laposada.org/). Ursprünglich ab 1930 teil einer Gastronomie-Kette (Fred Harvey’s) entlang der Santa Fe Bahnlinie, bei der man den Reisenden überall denselben hohen Standard offerierte, dann (1957) aufgegeben, verlassen und verfallen, und später von Mary Colter gekauft, renoviert und sehr geschmackvoll ausgestattet, dann übernommen von Allan Affelt und seiner Frau, der Malerin Tina Mion. Die Gästeliste des ursprünglichen Hotels enthält Namen wie Amelia Earhart, Albert Einsteiln, John Wayne, Franklin D. Roosevelt, Gary Cooper, Charles Lindbergh, James Stewart, Lauren Hutton und viele andere mehr. Schade, dass sie heute nicht mehr durch die Lobby schlendern – man könnte sich das ein oder andere amüsante Gespräch vorstellen.

La Posada (Winslow, AZ) (c) Karsten Seiferlin

Warte, da kommt noch mehr

Stinky Blue Burger

 

Die Grillsaison hat begonnen. Für den Stinky Blue Burger brauchen wir pro Person:

  • Zwei Scheiben Twister oder Pagnolbrot oder Ähnliches
  • Ein Hamburger Patty á 100 g (zum Beispiel Bio Beefburger von Coop)
  • Etwas Rucola
  • Ca. 30 g Gorgonzola (kräftig, reif)
  • Ein Schluck Milch
  • Ein Schluck Weisswein
  • Knoblauch
  • Zwei grosse Champignons
  • Eine Zwiebel, in Ringe geschnitten
  • Zwei Cherrytomaten, in kleine Stückchen geschnitten
  • Sojasauce
  • Suure Most oder Cidre
  • Olivenöl

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Falsches Capuns

Bündner mögen mir dieses Rezept oder den Titel verzeihen, und können es gern als Krautstil-Roulade essen…

  • Wir brauchen:
  • Pro Capuns oder Roulade ein grosses Blatt Krautstil. Das Rezept gilt für ca. 8 Stück. Nicht-operierte essen ca. 3 Stück.
  • Schweinshack, gern mager, ca. 300 g
  • Bündnerfleisch, 50 bis 80 g
  • Salsiz, ebenfalls ca. 80 g
  • Sbrinz, gemahlen oder gehobelt
  • Zwiebeln
  • Pasta-Blätter, frisch/weich, bekommt man fertig im Kühlregal bei z.B. COOP. Alternativ Rösti-Rohmasse. Entweder selbst geraspelt oder wenn’s schnell gehen soll aus der Tüte.
  • Weisswein, evtl. Noilly Prat
  • Milch
  • etwas Instant-Boullion

Zuerst eine grosse Schüssel nehmen und das Schweinshack hineingeben. Salsiz zunächst in dünne Scheiben schneiden, dann die Scheiben in kleine ca. 2 mm grosse Quadrate schneiden, und dann zum Hackfleisch geben. Das Bündnerfleisch ebenso klein schneiden und dazu geben. Ein EL Olivenöl dazu geben. Nach Geschmack salzen und pfeffern.

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Pasta Primavera

Es ist Frühling. Zeit für leichte Küche. Aber trotzdem nicht auf die geliebte Pasta verzichten. Hier dreht sich alles um grünen Spargel. Wir brauchen:

– einen Wok
– einen grossen Topf zum Pasta kochen
– Pasta (Spaghetti, oder Bandnudeln, Lasagnette, Mafaldine, Tagliatelle, Bavette, Papardelle…)
– Butter (Ja, Butter. Keine Margarine. Die besteht aus gehärteten meist minderwertigen Ölen und bräunt auch nicht so schön wie Butter. Wer absolut keine Butter mag, soll ein hochwertiges Öl mit eher wenig Eigengeschmack nehmen, zum Beispiel Rapsöl mit Omega-3 Fettsäuren)
– Pinienkerne
– Frühlingszwiebeln
– grünen Spargel, ca. 3 bis 4 Stangen pro Person
– 2 dl Weisswein
– Optional: Geflügelfleisch, zum Beispiel Poulet oder, wie hier gezeigt, Entenbrust. Aber von Fleischliebhaber zu Fleischliebhaber sei gesagt, dass dieses Rezept auch ohne Fleisch wunderbar schmeckt und man nichts vermisst.
– Frisch geriebener oder gehobelter Parmesan

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Lachs-Spargel-Kartoffelgratin

Ein einfacher Auflauf aus Kartoffeln, grünem Spargel und Räucherlachs.

Wir brauchen:
– Räucherlachs, ohne Dill, 100 g pro Person
– möglichst grosse, festkochende Kartoffeln (1 pro Person)
– grünen Spargel, ca. 150 g pro Person
– Safran
– Weisswein
– Milch
– Thomy Sauce Hollandaise (ggf. auch eine selbstgemachte Bechamel)

Kartoffeln roh halbieren und danach längs in sehr dünne Scheiben schneiden (ca. 1mm dick). Von den Spargelstangen das untere Drittel abschneiden und entsorgen. Den Rest schräg in ebenfalls sehr dünne Scheiben schneiden.

Jetzt abwechselnd eine Lage Kartoffeln, eine Lage Lachs und eine Lage Spargelscheiben in eine Auflaufform stellen. Das gelingt vielleicht nicht so recht, und es bilden sich schräg abrutschende Lagen – kein Problem. Sobald eine Lage die gegenüberliegende Wand berührt, einfach weitere Lagen von hinten einschieben – also vom Rand her hinter die allererste Reihe schieben. Dabei richten sich die bereits eingefüllten Lagen langsam auf.

Nun in einem Porzellan- oder Glastopf die Thomy Sauce Hollandaise erwärmen. Nicht kochen. Man kann sicher auch selbst eine Bechamelsauce oder Hollandaise zubereiten und dann hier weiter machen. Nun ein Glas Weisswein, ein bis zwei Gläser Milch zugeben. Ggf. mit einem Spritzer Zitrone nachwürzen, wenn der Wein nicht genügend Fruchtsäure mitbringt. Nun ein Briefchen Safran und etwas Cayennepfeffer unterrühren. Die warme gut verrührte Sauce über die Spargel/Lachs/Kartoffelschichten giessen, bis alles fast vollständig bedeckt ist. Ein paar Sptzen dürfen gern herausschauen – das sieht dekorativ aus und schmeckt gut, wenn diese Spitzen im Backofen braun werden.

Die Auflaufform nun für 45 bis 55 Minuten bei ca. 120 °C im Backofen backen. Nicht heisser stellen, sonst wird nur die Oberfläche dunkel und der Rest bleibt hart. Falls der Auflauf nach 45 Minuten noch zu blass ist, kann man gern etwas Gas geben und nachbräunen.

Currywurst

Currywurst

March 15 2012, 3:59 AM by Karsten Seiferlin

Eines der ganz wenigen Dinge, die ich immer schon in der Schweiz vermisst habe, ist Currywurst. Wer hätte das gedacht? ich habe in Deutschland Currywurst nie für etwas Besonderes gehalten. Junk Food halt… Aber hier in der Schweiz ist die Currywurst unbekannt (in Süddeutschland, sogar schon in Franken, anscheinend aber auch. Was einem dort als Currywurst serviert wird, ist teilweise eine Frechheit: ungeschnittene Würste mit einem Klecks kaltem Tomatenketchup neben der Wurst…).

Da es hier in Bern keine Currywurst gibt, esse ich bei jedem Deutschland-Besuch eine… Zum Beispiel in Berlin an den Flughäfen Schönefeld und Tegel in der "Ess-Bahn". In der "Ess-Bahn" wird übrigens zu meiner Freude nicht die typische Berliner Variante der Currywurst serviert (angepökelte Bockwurst-ähnliche Wurst mit rosa Wurstmasse), sondern die westfälische Variante mit Rostbratwurst als Grundlage.

Seit dieser Woche gibt es nun auch in Bern im Mensa-Café Currywurst. Offensichtlich hat sich das Personal schulen lassen, denn es wird penibel darauf geachtet, dass alles stilecht ist. Es hat 2 verschiedene Wursttypen zur Auswahl (hell und rosa, also westfälisch und Berliner Art), dazu warmes Gewürzketchup. Die Wurst wird ordentlich geschnitten, dann korrekt mit der Sauce überzogen, anschliessend mit etwas Currypulver bestäubt und, wie es sich gehört, in der Pappschachtel mit Plastik-Pieker serviert. Und es gibt Brot dazu. Die Wurst ist nicht perfekt – irgendwie etwas zäh und nicht ordentlich angebraten, aber ansonsten kann man sich nicht beklagen.

Nachdem es nun auch hier Currywurst gibt, bleibt nur noch ein Grund, nach Deutschland zu fahren: Eisdielen mit ihren zig Sorten an Eisbechern – hier auch gänzlich unbekannt. Aber das ist eine andere Geschichte…

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  • May 22 2012, 3:50 AM
    Markus responded:

    Super Artikel, bist genauso ein Gourmet wie wir.
    Ich habe mich gerade mit einem deutschen Kollegen über die fehlende Currywurst und den fehlenden Eisläden hier in Bern unterhalten.
    Da passt dein Artikel super.
    Viele Grüsse