Wilhelm ersetzt Bonanza

Wie hier beschrieben, habe ich mir ja vor einigen Jahren den Jugendwunsch eines quietsch-orangen Fahrrads erfüllt, und es konsequenterweise auch Bonanza-Fahrrad genannt.

Das Teil hat sich gut bewährt. Zwischen 1800 km und zuletzt nur noch 1000 km im Jahr bin ich damit gefahren. Tolle Bremsen (nachdem Ruth die billigen China-Teile der Originalausstattung gegen Shimano XT ausgetauscht hatte), und eine tolle stufenlose Nuvinci360 Nabe, die es erlaubt, mit konstanter Trittfrequenz von der Ampel weg bis auf ca. 35 km/h zu beschleunigen. Allerdings war, trotz Tuning des hinteren Ritzels, mehr als 35 km/h nur drin, wenn man mit 85 oder mehr U/min strampeln wollte. Die Stromer eBikes fliegen geradezu an einem vorbei.

Im Frühling habe ich es verkauft und gegen ein Schindelhauer Wilhelm ausgetauscht.

Der Wilhelm hat einen klassischen Diamant-Rahmen, wunderschöne silbrig glänzende Anbauten, einen fast geraden breiten Lenker, Shimano XT Bremsen, einen Gates Zahnriemen und vor allem ein Pinion 18-Gang Getriebe, das direkt in der Rahmenmitte am Tretlager sitzt und 18 lineare Gänge mit je 11% Unterschied und einer Gesamtspreitzung von über 600% bietet. Geschaltet wird mittels Drehgriff am rechten Lenkerende.

Das Teil fährt mühelos und sehr leise. Keine schmierige, klappernde Kette. Keine klackernde Schaltung. Ganz wunderbar.

Und das beste: die Strecke von Neuenegg (zuhause) bis zur Grossen Schanze in Bern schaffe ich locker in 40 Minuten. Mit dem Bonanza eBike waren es 34 Minuten. Wegen der 6 Minuten Unterschied lohnt die ganze Akku-Laderei nicht.


Alle Fotos: ©Karsten Seiferlin

Aufgenommen mit einer Fujifilm X100F in Ascona, Tessin

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