Sonnenfinsternis: Vorbereitung, Vorfreude und Spannung.

Wo finden wir einen guten Platz zum Beobachten? Von wo sieht man den heranrasenden Schatten (Blick nach Westen zum Horizont!)? Wird es klar sein? Im Folgenden ein paar Fotos vom Tag davor und dem frühen Morgen am Sonnenfinsternis-Tag. Sieht alles gut aus, Wetter, Standort, Laune…

Staub. Wie kommt der da hin?


Auf der Suche nach einem guten Standplatz für immerhin vier Wohnmobile sind wir als Kundschafter abseits der Hauptstrasse ins Gelände gefahren. Zuerst nur sandige, etwas bucklige Fahrwege und links und rechts schon fertig eingerichtete SoFi-Freunde. Später immer weniger Autos und Zelte, tiefere Schlaglöcher, teils steile sandige Anstiege. Dann sehr tiefe Löcher, auf dem Weg in der Mitte schon kleine Büsche und Gestrüpp, nur noch zwei Fahrspuren mit grossen Steinen, Löchern, Wellen, und gegeneinander in der Höhe verschoben, so dass aus dem Wohnraum des RVs (RV = Recreation Vehicle = Wohnmobil) laute Knatsch- und Quietschgeräuche des Mobiliars kamen. Irgendwann war der Wechsel aus Anstiegen und kurzen Rampen so krass, dass es hinten zu sanften Schleifgeräuschen vom schon aufsetzenden Heck drangen. Der Fahrer (ich) war jetzt jenseits der Comfort Zone und kurz vor Angstlähmung. Ein platter Reifen hätte uns mangels Wagenheber, den Cruise America bewusst nicht mitgiebt, gezwungen, Cruise America anzurufen und um einen Mechaniker zum Wechseln zu bitten. Der hätte uns vielleicht gar nicht erreichen können, uns aber sicher die Hölle heiss gemacht.
Zeit, umzudrehen. 

Wir haben dann zuerst einen Platz unterhalb eines Hügels in Beschlag genommen. Von dem Hügel, der allerdings schwer zu erklimmen war, konnte man prima nach Westen schauen. Ein gelegentliches Rasseln einer Klapperschlange im umgebenden Gestrüpp hat uns nicht nervös gemacht. Solange jeder auf Abstand bleibt, ist alles gut.

Der erste Standort. Auch schön.
Später haben wir einen besseren Platz gefunden; ebenfalls abseit aller Strassen, bei einem Farmer, der uns einen Platz auf seinem unbefestigten Rollfeld für seine Cessna angeboten hat. Rundum sehr gute Sicht, flacher Horizont, und Platz genug für alle vier Wohnmobile. Ausserdem hat der Farmer das Tor hinter uns wieder geschlossen, sodass wir allein bleiben würden. Perfekt!
Nach einem gemütlichen Abendessen (Bison-Hack, Paprika, Zwiebeln, Champignons, Salsa Picante, Tomaten) wurde der Plan für den kommenden Tag diskutiert.

Am nächsten Morgen kurz vor Sonnenaufgang zeigten sich nur ein paar harmlose Schleier am Horizont, aber der Himmel war perfekt wolkenfrei und klar. Venus strahlte als Morgenstern. Einmalige Stimmung. Gutes Frühstück.
Danach ging’s ans Aufbauen. Ein Teleskop, etliche Brillen mit Sonnenfiltern, zwei Stative, Cameras mit Sonnenfiltern und auch ohne, und eine GoPro, die im Intervallmodus den heranrasenden Schatten aufnehmen würde.
Weiter geht’s im nächsten Post „Es wird Dunkel“

Beim Sonnenaufgang. Noch ahnt die Sonne nichts!
Frühstück.
Sonnenaufgang. Fast Wolkenlos.
Wagenburg bei Sonnenaufgang.

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