{"id":4900,"date":"2026-07-16T15:09:06","date_gmt":"2026-07-16T13:09:06","guid":{"rendered":"https:\/\/karsten-seiferlin.ch\/?p=4900"},"modified":"2026-07-16T15:39:07","modified_gmt":"2026-07-16T13:39:07","slug":"fujifilm-x-half-halbformatkamera","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/karsten-seiferlin.ch\/?p=4900","title":{"rendered":"Fujifilm X-Half (Halbformatkamera?!)"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br>TL;DR<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Text stellt die Fujifilm X-Half vor \u2013 eine digitale Halbformat-Kamera mit 1-Zoll-Sensor , der <strong><em>hochkant <\/em><\/strong>verbaut ist. Sie zielt auf eine analoge Foto-\u00c4sthetik ab, inklusive besonderer Bedienkonzepte wie Filmtransporthebel, vertikale Displays und einem strengen &#8222;Filmmodus\u201c. Geeignet f\u00fcr alle, die Spass am Experimentieren, Diptychs und vertikalen Bildformaten haben, weniger f\u00fcr klassische Blitz- oder Sucher-Fans.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der 1-Zoll-Sensor ist hochkant eingebaut, wodurch standardm\u00e4ssig vertikale Fotos entstehen; das Hauptdisplay ist ebenfalls vertikal ausgerichtet.<\/li>\n\n\n\n<li>Es gibt keinen elektronischen Sucher (EVF); stattdessen zwei r\u00fcckseitige Displays: eines f\u00fcr den Bildausschnitt, ein schmales Touch-Display f\u00fcr Filmsimulationen und Men\u00fc-Navigation.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Hot Shoe hat keine elektronischen Kontakte, externe Blitzger\u00e4te funktionieren nicht; eine helle LED dient nur zur Nah-Aufhellung und ersetzt die Blitz-\u00c4sthetik nicht.<\/li>\n\n\n\n<li>Festes 28 mm (KB-\u00c4quivalent) Objektiv mit maximaler Blende f\/2.8; die Blende wird \u00fcber einen mechanischen Ring eingestellt.<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Filmtransporthebel erm\u00f6glicht Diptychs: zuerst rechtes, dann linkes Teilbild; die Reihenfolge kann in der Software umgestellt werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Der \u201eFilmmodus\u201c sperrt Vorschau, Wiedergabe und Filmsimulationen; Bilder werden erst nach \u00dcbertragung in die X-Half-App \u201eentwickelt\u201c und sichtbar<\/li>\n\n\n\n<li>(alternativ: Speicherkarte extern auslesen, was die Idee unterl\u00e4uft).<\/li>\n\n\n\n<li>Geh\u00e4use wirkt wertig trotz Kunststo\ufb00; erh\u00e4ltlich in Silber , Schwarz und sehr dunklem Anthrazit.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Marktpreis ist von rund 900 Franken (Einf\u00fchrung) auf etwa 350\u2013390 Franken f\u00fcr gebrauchte Ger\u00e4te gefallen; als Spass- und Lernkamera empfehlenswert, trotz begrenzter Bildqualit\u00e4t.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"525\" height=\"394\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/karsten-seiferlin.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_3473.jpeg?resize=525%2C394\" alt=\"\" class=\"wp-image-4910\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/karsten-seiferlin.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_3473-scaled.jpeg?resize=1024%2C768&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/karsten-seiferlin.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_3473-scaled.jpeg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/karsten-seiferlin.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_3473-scaled.jpeg?resize=768%2C576&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/karsten-seiferlin.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_3473-scaled.jpeg?resize=1536%2C1152&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/karsten-seiferlin.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/IMG_3473-scaled.jpeg?resize=2048%2C1536&amp;ssl=1 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br>Kamerar\u00fcckblick: Fujifilm X-Half<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer mich kennt, weiss, dass ich ein Fujifilm Fan bin. Hier soll es gehen um die Fujifilm X-Half. Komischer Name, aber es macht Sinn, wie wir sehen werden. Fujifilm macht bei der X-Half wieder mal alles anders, aber dazu kommen wir sp\u00e4ter auch noch. Half bezieht sich auf  Halbformat und Halbformat bezieht sich auf Vollformat. Das ist ein Trend, den es fr\u00fcher schon mal gab und der jetzt wieder aufgenommen wurde durch zum Beispiel Yashica und die Pentax 17, eine Analogkamera, die eben auch das Halbformat nutzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das vielleicht popul\u00e4rste und qualitativ beste Beispiel in der Vergangenheit, also in der Zeit, als es noch gar keine Digitalkameras gab, war die Olympus Pen F, die es in verschiedenen Variationen gab. Die Wechselobjektive der Olympus Pen F sind wirklich toll in der Qualit\u00e4t und lassen sich mit einem passenden Adapter ohne Probleme an spiegellosen modernen  Kameras benutzen. Ich hatte selber einige, sind nicht ganz billig, auch im gebrauchten Markt nat\u00fcrlich gebraucht, neu gibt es die nicht mehr. Wirklich sch\u00f6ne Linsen, kompakt, optisch einwandfrei, Olympus-m\u00e4ssig toll. Aber das lenkt ab vom Thema. Wir sind ja bei der Fujifilm X-Half. Das ist keine Analogkamera, sondern eine Digitalkamera. Die nutzt einen sogenannten 1-Zoll-Sensor. 1 Zoll &#8211; da kann  kann man viele Worte dr\u00fcber verschwenden. Der Sensor ist sicher nicht 1 Zoll gross, sondern viel kleiner. Er heisst einfach so, das hat sich eingeb\u00fcrgert. Ein 1-Zoll-Sensor ist zum Beispiel auch in der Sony RX100 verbaut, in verschiedenen Variationen, und die Bildqualit\u00e4t der Sony RX100 ist wirklich \u00fcber jeden Zweifel erhaben. Wirklich super.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Bei der Fujifilm X-Half ist der Sensor allerdings hochkant verbaut. Das heisst also: Die schmale Seite ist unten und oben, die lange Seite ist links und rechts, und damit bekommen wir eigentlich immer Hochkant-Bilder. Das kommt nat\u00fcrlich der Gen Z und den Millennials entgegen. Das ist eine \u00c4sthetik, die ich selber jahrelang verflucht hab, aber an die ich mich langsam gew\u00f6hne. TikTok-\u00c4sthetik. Bilder und Videos sind hochkant. Menschen sind hochkant, Fotos und Videos sind heute menschenzentriert. Es macht also Sinn, hochkant Fotos aufzunehmen. Das Hauptdisplay an der Fujifilm X-Half ist ebenfalls hochkant, logisch. Man nimmt ja hochkant Fotos aufund m\u00f6chte die formatf\u00fcllend auf dem Display sehen. Das braucht einige Gew\u00f6hnung. Ich hab das bei mir gemerkt: Ich hab ein Motiv gesehen, irgendwo da draussen, und dachte, das muss ich hochkant aufnehmen. Kommt nicht oft vor, kommt aber vor. Also hab ich die Kamera um 90 Grad gedreht. Eine Kamera um 90 Grad zu drehen, die nativ hochkant aufnimmt, ist nicht besonders schlau. Ich hab es aber gemacht. Das heisst also: Man muss wirklich umdenken, man muss sich dran gew\u00f6hnen. Hochkant-Motive nimmt man direkt mit normal gehaltener Kamera auf, was auch immer normal heisst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fujifilm X-Half hat zwar ein hochkant angeordnetes Display, aber kein EVF, also keinen elektronischen Sucher. Es gibt ein Glas, durch das man durchschauen kann, aber dieses Glas ist passiv und \u2013 in Anf\u00fchrungszeichen \u2013 dumm. Ohne LEDs, ohne sonstige Anzeigen. Es gibt ein zweites, schlankes Display auf der R\u00fcckseite, neben dem Hochkant-Display des eigentlichen Ausschnitts. Das sieht aus wie das Fenster, das man fr\u00fcher in Analogkameras hatte. Durch dieses Fenster konnte man die Filmkapsel sehen, um zu schauen, welchen Film man gerade eingelegt hatte. Schwarz-weiss, Farbe, lichtempfindlich, nicht so empfindlich, was auch immer. Und auch hier bei Fujifilm dient es dazu, die Filmsimulation anzuzeigen, und weil es ein Touchdisplay ist, kann ich hoch und runter swipen und eine andere Filmsimulation aktivieren. Eine zweite Funktion nimmt dieses kleine Hochkant Display ein: die Steuerung des Men\u00fcs. Dazu kommen wir vielleicht noch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Body der X-Half ist angeblich aus Kunststoff, f\u00fchlt sich aber gut an, f\u00fchlt sich nicht nach Kunststoff an, f\u00fchlt sich nicht billig an, f\u00fchlt sich wertig an, sieht auch richtig gut aus. Es gibt ihn in Silber, in Schwarz und  in Anthrazit \u2013 oder Coal, oder wie auch immer man das nennen will. Sehr  dunkel, aber eben gerade nicht schwarz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Hot Shoe ist eigentlich, ehrlich gesagt, ein Cold Shoe. Das heisst, man kann da zwar alles, was in einen Zubeh\u00f6rschuh hineinpasst, einschieben und arretieren, aber es gibt keine elektronischen Kontakte. Ein Blitz kann man da nicht einschieben, oder wenn man den einschiebt, macht der einfach nichts. Und das wird die  Gen Z besonders vermissen, weil die Gen Z \u2013 das hab ich gelesen, ich geh\u00f6r nicht mehr zu der Generation \u2013 diesespezielle \u00c4sthetik vermisst, wenn man ins Gesicht geblitzt wird. Das ist einfach jetzt nicht da. Es gibt eine LED, eine sehr helle LED vorne am Body der X-Half, die zur Aufhellung von Objekten in der N\u00e4he dient. Von der \u00c4sthetik her ist sie aber \u00fcberhaupt kein Ersatz f\u00fcr einen echten Blitz.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Objektiv ist fest verbaut und nicht wechselbar. Es hat auf Vollformat umgerechnet 28  Millimeter \u00c4quivalent und eine maximale Blende von 2,8. Die Blende stellt man tats\u00e4chlich an einem mechanischen, haptisch sehr befriedigenden Blendenring ein. Das ist sch\u00f6n, das ist gut, das ist super. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich sind 28 Millimeter im Normalfall ein kleines bisschen weit, aber reinzoomen kann ich immer. Ich kann immer croppen am Compi, wo auch immer. Was ich nicht kann, ist weiter zur\u00fcckgehen, wenn ich &#8217;ne Hauswand im R\u00fccken hab \u2013 bei Street Photography zum Beispiel. Also lieber zu weit als zu eng. Ich kann rein croppen, aber nicht raus croppen. Es gibt oben rechts ein, wie bei Fuji \u00fcblich, Exposure Compensation Dial und mittig dazu angeordnet den Ausl\u00f6ser.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt ausserdem \u2013 und jetzt wird es langsam ein bisschen schr\u00e4g \u2013 einen Filmtransporthebel. Was mache ich mit einem Filmtransporthebel, wenn ich eine Digitalkamera habe? Zum einen kann ich sogenannte Diptychs aufnehmen, also Bilder, die aus 2 vertikalen Bestandteilen bestehen, so wie man das aus Altaren und aus Museen von Bildern kennt, die man im fr\u00fchen und mittleren Mittelalter aufgenommen hat. Bei der Fujifilm ist es so, dass man zuerst die rechte Aufnahme macht, dann mit dem Filmtransporthebel \u2013 und der Filmtransporthebel ist wirklich das, was man an keiner anderen modernen Digitalkamera findet \u2013 einleitet, dass es einDiptych werden soll, und anschliessend das linke Bild aufgenommen wird. Es macht Sinn, wenn man historisch schaut: Wenn man sich vorstellt, dass ein analoger Film unter dem Objektiv entlanggef\u00fchrt wird, dann wird auch zun\u00e4chst rechts aufgenommen und erst nach dem Spannen beziehungsweise Transportieren des Films das linke Teilbild aufgenommen. Wenn einem das schr\u00e4g vorkommt und man sich nicht daran gew\u00f6hnen kann, so wie ich, dann kann man das in der Software ohne Probleme umstellen. Das ist so ziemlich das Erste, was ich gemacht hab. Den Filmtransporthebel brauche ich nicht nur, um ein Diptych einzuleiten, sondern auch f\u00fcr vielleicht die schr\u00e4gste Funktion der X-Half \u00fcberhaupt, zu der kommen wir gleich. Bei den Diptychs hab ich etwas bemerkt, was ich schon oft bemerkt hab, wenn ich neue Hardware hatte: Das Auge gew\u00f6hnt sich dran, \u00fcberall Diptychs zu sehen, \u00fcberall Motive, die sich dazu eignen, Dinge, die irgendwie miteinander zu tun haben, einander<br>gegen\u00fcberzustellen und auch im gleichen Bild darzustellen. Ich bin geradezu auf der Suche nach Diptychs und finde relativ viele. Allein daf\u00fcr hat sich die Kamera fast gelohnt. Es schult das Auge, man sieht Dinge, die man vorher nicht gesehen hat. Wirklich tolle Sache.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"525\" height=\"350\" data-id=\"4906\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/karsten-seiferlin.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/3D8ACB20-10DC-4C22-A6C9-ACDEE4F482E8-1024x683.jpeg?resize=525%2C350&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-4906\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/karsten-seiferlin.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/3D8ACB20-10DC-4C22-A6C9-ACDEE4F482E8-scaled.jpeg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/karsten-seiferlin.ch\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/3D8ACB20-10DC-4C22-A6C9-ACDEE4F482E8-scaled.jpeg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, 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Eines ist hochkant und zeigt den gerade auf dem Sensor wahrgenommenen Ausschnitt. Wer Augen hat, die besser sind als meine und noch Details erkennen kann, die in relativ kurzer Distanz sind, kann hier sehen, was man normalerweise in einem elektronischen Sucher sehen k\u00f6nnte \u2013 n\u00e4mlich den n\u00e4chsten Bildausschnitt und die Bildeinstellungen, die dazu g w\u00e4hlt wurden. Daneben gibt es ein sehr schmales Hochkant-Display, genauso hoch wie das andere, aber viel schmaler. Das erinnert optisch an das, was fr\u00fcher Analogkameras hatten: ein Fenster auf die Filmkapsel, durch das man sah, welchen Film man eingelegt hatte. Das hat Fujifilm optimal umgesetzt. Man sieht hier, welche Filmsimulation aktiv ist und kann, weil es ein Touchscreen ist, auch zwischen verschiedenen Filmsimulationen swipen. Das ist wunderbar. Ich kann mir das auch gut an folgenden Versionen vorstellen, zum Beispiel der X-Pro. Dieses schmale Display dient auch zur Men\u00fcnavigation. Aus der Kombination von dem grossen \u2013 in Anf\u00fchrungszeichen, ist immer noch sehr klein \u2013 vertikalen Display, da normalerweise den Bildausschnitt zeigt, und dem sehr kleinen, das normalerweise die Filmsimulation anzeigt, kann ich wunderbar per Touch in den Men\u00fcs navigieren. Das gef\u00e4llt mir wirklich gut und es sieht gut aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was besonders interessant ist und was ich noch nicht probiert hab, ist der sogenannte Filmmodus. Was man bisher schon gesehen hat in dem, was ich beschrieben hab, ist, dass die Fujifilm X-Half versucht, m\u00f6glichst nah an dem Erlebnis zu sein, analog zu fotografieren. Jetzt wird es auf die Spitze getrieben. Im Filmmodus sehe ich in dem Hauptdisplay gar nichts mehr, ausser der Anzahl der schon verschossenen Frames. Ich sehe weder den Ausschnitt noch wie sich das Ganze im JPEG auswirken w\u00fcrde. Ich kann in diesem Modus nicht die Filmsimulation \u00e4ndern, nicht in den Playmode schalten, ich kann gar nichts. Ich kann nur spannen f\u00fcr das n\u00e4chste Bild, das n\u00e4chste Bild aufnehmen, wieder spannen, aufnehmen, wieder spannen, aufnehmen, bis die maximale Anzahl von Aufnahmen erreicht ist \u2013 und erst dann kann ich die Fotos sehen. Eigentlich kann ich die Fotos erst sehen, wenn ich sie in die Fujifilm X-Half-spezifische App \u00fcbertragen hab. Da werden die Fotos aus Negativstreifen animiert, Bild f\u00fcr Bild entwickelt. Das dauert Minuten, bis ich den kompletten Film entwickelt hab \u2013 komplett unn\u00f6tig und komplett spassig und lustig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und erst dann sehe ich, was ich eigentlich fotografiert hab, genauso wie es fr\u00fcher war. Ich hatte einen Film eingelegt, hab 2 Wochen lang mit dem gleichen Film alles M\u00f6gliche fotografiert, das mir wichtig war, hab es dann zur Drogerie gebracht oder zum Fotoh\u00e4ndler, und hab 2 Wochen sp\u00e4ter festgestellt, dass ich den Deckel \u00fcberhaupt nicht abgenommen hab \u2013 oder ich hab festgestellt, dass ich absolut brillante und fantastische Fotos gemacht hab. Genauso ist es hier.  \u00dcberraschung pur, super. Wie gesagt, ich hab es noch nicht probiert, aber ich werd es probieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt auch einen Trick, um an die Fotos ranzukommen, die man im Filmmodus aufgenommen hat: Kamera ausschalten, Speicherkarte rausnehmen, Speicherkarte extern auslesen. So komme ich an die Bilder ran, aber das ist gemogelt und wir mogeln ja nicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Fujifilm X-Half ist wie die meisten Fujifilm nicht gerade g\u00fcnstig. Sie war am Anfang mit fast 900 Franken f\u00fcr das, was sie bietet, eigentlich sehr teuer. Fujifilm selbst hat den Preis gesenkt, und damit sind die Preise f\u00fcr Occasionen \u2013 wie man in der Schweiz sagt, also f\u00fcr gebrauchte X-Half \u2013 deutlich gesunken. Man kann sie heute in sehr gutem Zustand zwischen 350 und 390 Franken kaufen, und f\u00fcr das Geld, verglichen mit dem Spass, den sie einem bietet, ist das ein guter Deal.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuschlagen, wenn man Spass am Fotografieren hat. Man lernt sehr viel \u00fcber Fotografie, man lernt sehr viel \u00fcber das eigene Auge, man lernt sehr viel \u00fcber alles M\u00f6gliche \u2013 auch wenn die Bilder nicht die allerbeste Qualit\u00e4t haben. Spass steht an erster Stelle. So, und jetzt los auf eBay, Ricardo,  Tutti, wo auch immer, und besorgt euch eine gebrauchte Fujifilm X-Half.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>TL;DR Der Text stellt die Fujifilm X-Half vor \u2013 eine digitale Halbformat-Kamera mit 1-Zoll-Sensor , der hochkant verbaut ist. Sie zielt auf eine analoge Foto-\u00c4sthetik ab, inklusive besonderer Bedienkonzepte wie Filmtransporthebel, vertikale Displays und einem strengen &#8222;Filmmodus\u201c. Geeignet f\u00fcr alle, die Spass am Experimentieren, Diptychs und vertikalen Bildformaten haben, weniger f\u00fcr klassische Blitz- oder Sucher-Fans.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[41,75],"tags":[62,220,166],"class_list":["post-4900","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-d","category-foto","tag-fotografie","tag-fujifilm","tag-testbericht"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8RZxm-1h2","jetpack_likes_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/karsten-seiferlin.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4900","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/karsten-seiferlin.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/karsten-seiferlin.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/karsten-seiferlin.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/karsten-seiferlin.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4900"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/karsten-seiferlin.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4900\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4923,"href":"https:\/\/karsten-seiferlin.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4900\/revisions\/4923"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/karsten-seiferlin.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4900"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/karsten-seiferlin.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4900"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/karsten-seiferlin.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4900"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}